Epidemiologie und Gesundheitswesen |
Das Departement Epidemiologie und Public Health entwickelt und nutzt die Methoden der Epidemiologie und Biostatistik um mit seiner interdisziplinären Forschungsagenda zur Innovation, Validierung und Applikation des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts beizutragen. Die Forschungskollaborationen zwischen EPH Abteilungen sowie anderen Departementen des Swiss TPH tragen international zur Verbesserung der Gesundheit bei. Studien in der Schweiz und weltweit, insbesondere in einkommensschwachen Ländern Afrikas und Asiens und einkommensstarken Regionen Europas und Nordamerikas, befassen sich mit der Verteilung von Krankheit und Gesundheit und deren Abhängigkeit von Umwelt, Lebensstil, sowie sozialen und biologisch-molekularen Faktoren. Die Wirksamkeit von Interventionen und Gesundheitssystemen sowie Zugang zu und Nutzung von Gesundheitsdiensten werden untersucht. In fachübergreifenden Ansätzen wird die die gesundheitliche Bedeutung von Anfälligkeit und Widerstandskraft sowie von Geschlecht und geschlechtspezifischen Rollen erforscht.
Im Zentrum des Interesses der Forschung in Afrika und Asien stehen Malaria, Tuberkulose, HIV/AIDS und wenig beachtete Tropenkrankheiten (insbesondere Schistosomiasis und andere parasitäre Würmer, Trematoden, Schlafkrankheit und Buruli). Die Integration der Forschungsabteilungen des ehemaligen Insituts für Sozial- und Präventivmedizin ins DEPH bringt Forschungsschwerpunkte zu chronischen Krankheiten – insbesondere Lungenerkrankungen, Allergien, Herzkreislauf-Krankheiten, und Krebs und deren Ursachen. Die Umwelt- und Ökosystemstudien befassen sich insbesondere mit Luftverschmutzung, Lärm, nichtionisierenden Strahlen, Wasser und Abwasser, sowie der Beziehung zwischen Tier- und Humangesundheit.
Von forschungsstrategischer Bedeutung sind nationale und internationale Langzeituntersuchungen mit grossen Kohorten, die integrierte Analyse von Gesundheits- und Umweltdaten mit sozialen, kulturellen, molekularen und genetischen Informationen (Biobanken), sowie das Modellieren und Kartographieren von Krankheiten und Risikofaktoren.
