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Mit dem trinationalen Interreg-Projekt TIGER gemeinsam gegen die Asiatische Tigermücke am Oberrhein

06.06.2018

Die Asiatische Tigermücke konnte sich in den vergangenen Jahren an mehreren Orten in der Oberrheinregion etablieren. Das im Juni 2018 startende trinationale Projekt TIGER möchte die Überwachung und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke besser koordinieren und ein gemeinsames Handeln ermöglichen. Das Projekt, das vom EU-Förderprogramm Interreg unterstützt wird, soll heute der Öffentlichkeit im Rahmen einer Veranstaltung am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) vorgestellt werden.

Gemeinsam gegen die Tigermücke. Foto: Roland Schmid / Swiss TPH

Bereits mehrere invasive Stechmückenarten haben sich in der Oberrheinregion niedergelassen. Darunter auch die Asiatische Tigermücke. Unter gewissen Voraussetzungen kann diese Mückenart Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. "Die Mücke ist vor allem auch sehr lästig, da sie, im Gegensatz zu vielen anderen Stechmücken, den Siedlungsraum bevorzugt und am Tag sticht", so Dr. Pie Müller, Entomologe und Leiter der Vektor-Kontroll-Gruppe am Swiss TPH. "Eine Überwachung und zeitnahe Kontrolle ist daher wichtig, denn die Mücke kennt keine Landesgrenzen."

Mit seiner langjährigen Erfahrung und Fachkompetenz unterstützt das Swiss TPH gemeinsam mit Projektpartnern aus Deutschland und Frankreich die Behörden im Management von invasiven Stechmücken. Verschiedene koordinierte Massnahmen sollen dabei helfen, das Risiko einer Ansiedlung, beziehungsweise einer weiteren Verbreitung einzudämmen. Dies geschieht insbesondere durch den Aufbau eines regionalen Fallennetzwerks und Meldestellen für die Bevölkerung sowie durch technische und wissenschaftliche Unterstützung bei der Risikoanalyse und durch die Umsetzung von entsprechenden Präventions- und Bekämpfungsmassnahmen.

TIGER ist eines von vielen Projekten, die sich Herausforderungen stellen, die sich nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit sinnvoll lösen lassen. Wie Regierungsrat Dr. Lukas Engelberger betont, ist es gerade in der Grenzstadt Basel wichtig, über die Grenzen hinweg zu denken und handeln: "Grenzübergreifende Förderprogramme wie Interreg bringen Regionen und Menschen zusammen und finanzieren Initiativen, die sich positiv auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger auswirken". Das europäische Förderinstrument Interreg ist Initiator und Impulsgeber grenzüberschreitender Vorhaben. Dr. Manuel Friesecke, Geschäftsführer der Regio Basiliensis, stellt fest, dass "das Projekt TIGER zwar noch am Anfang steht, jedoch zeugen die nahezu 200 bereits geförderten Projekte mit Nordwestschweizer Beteiligung seit 1989 von der erfolgreichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Programm Interreg Oberrhein." Und ergänzt: "Europa macht's möglich!"

Das Interreg-Projekt TIGER wird auf Schweizer Seite von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau sowie der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) unterstützt.

Gemeinsam gegen die Tigermücke – Interreg-Lunch und Führung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Europa macht's möglich" Mittwoch, 6. Juni 2018, 12.00 bis 14.00 Uhr, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut Basel, Raum "Sonnenstübeli", Socinstrasse 55, 4051 Basel