Universität Basel und ETH Zürich bündeln Spitzenforschung für Kinder und Jugendliche weltweit

18.09.2018

Die Universität Basel und die ETH Zürich haben heute gemeinsam das Botnar Research Centre for Child Health (BRCCH) in Basel gegründet. In diesem bringen sie hervorragende Wissenschaft und klinische Forschung aus verschiedenen Fachgebieten zusammen, um neue Methoden und digitale Innovationen für den weltweiten Einsatz in der Pädiatrie zu entwickeln. Das BRCCH wird durch einen Beitrag von CHF 100 Mio. seitens Fondation Botnar (Basel) finanziert.

Photo credit: Joachim Pelikan, Swiss TPH

Das BRCCH wird von der Universität Basel und der ETH Zürich getragen. Zum Netzwerk des Forschungszentrums gehören zudem Partnerinstitute wie das UniversitätsKinderspital beider Basel und das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut in Basel. Das Forschungszentrum bündelt die Kompetenzen der beiden Hochschulen in Systembiologie und Medizin sowie in gesundheitsrelevanten Feldern von Life Sciences, Ingenieurwissenschaften, Sozialwissenschaften und Informationstechnologie. Mit seinen Arbeiten soll das Forschungszentrum dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, neue Behandlungsansätze zu entwickeln, Diagnosen und Wirkungsprognosen zu verbessern und finanziell tragbare Lösungen zu fördern. Ziel des BRCCH sind konkrete Resultate: "Wir wollen Wirkung für Kinder und Jugendliche erzielen", sagt Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel.

Transdisziplinärer Forschungsansatz

Im BRCCH arbeiten Grundlagenforschende, klinische Forschende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Gebieten Implementationsforschung, Gesundheitssysteme, Gesundheitsökonomie, Pädagogik, Ethik und Recht engzusammen. Im Fokus sind Länder mit beschränkten Ressourcen - die entwickelten Lösungen sollen aber überall einsetzbar sein. Dieser Ansatz ermöglicht nachhaltige Forschung und Entwicklung mit einem direkten Nutzen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Das BRCCH wird sich insbesondere auf vier Forschungsschwerpunkte innerhalb der Pädiatrie fokussieren: Diabetes, Infektionskrankheiten/Immunologie, Herz-Lungen-Erkrankungen sowie die Wiederherstellung von Körperfunktionen durch regenerative Chirurgie. Innerhalb der Forschungsschwerpunkte sind bereits verschiedene Forschungsbereiche definiert. Im Vordergrund stehen Ansätze mit Ausrichtung auf digitale und mobile Gesundheitslösungen sowie auf zellbasierte Therapien. "Es ist unser Ziel, wegweisende digitale Lösungen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zuentwickeln", sagt Prof. Dr. Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich.

Schwerpunktinvestition von Fondation Botnar

Die Finanzierung des BRCCH erfolgt über einen Beitrag von Fondation Botnar in Basel von CHF 100 Mio. je zur Hälfte an die Universität Basel und an die ETH Zürich Foundation. Die Zuwendung ist auf zehn Jahre verteilt. Fondation Botnar setzt sich für die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen in stark wachsenden Städten weltweit ein. Sie investiert in Lösungen, die digitale Innovationen mit Fokus auf künstliche Intelligenz einsetzen und fördern. "Kinder und Jugendliche sind wichtige Pfeiler der Gesellschaft. Wir möchten sie befähigen, ihr Leben erfolgreich zu gestalten und aktiv zu einer positiven Entwicklung beizutragen. Das BRCCH wird dazu viele neue Lösungen beisteuern", sagt Dr. Peter Lenz, Stiftungsratspräsident von Fondation Botnar. Das Engagement im BRCCH stellt für die 2003 gegründete Stiftung eine Schwerpunktinvestition dar. In der Einführungsphase von neu entwickelten Lösungen stellt Fondation Botnar dem BRCCH seine Netzwerke inverschiedenen Städten unter anderem in Tansania und Rumänien zur Verfügung.

Standort Basel

Das Forschungszentrum nimmt seine operative Tätigkeit Anfang 2019 in Basel auf und wird schrittweise aufgebaut. Die Stadt ist mit ihrer Universität, dem Departement für Biosysteme (D-BSSE) der ETH Zürich und vielen hoch innovativen Unternehmen in den Bereichen Biotech und Life Sciences der prädestinierte Standort für das BRCCH.

Weitere Informationen und Download von Bildern: www.brcch.org

Für Nachfragen der Medien:

Universität Basel: Matthias Geering, Leiter Kommunikation, matthias.geering@unibas.ch, +41 61 207 35 75

ETH Zürich: Medienstelle ETH Zürich, medienstelle@hk.ethz.ch, +41 44 632 41 41

Fondation Botnar: Kiara Jade Barnes, Engagement and Communication Officer, kbarnes@fondationbotnar.org, +41 61 201 04 82