Die Onlineversion unserer Datenbank wird alle zwei Monate aktualisiert. In diesem Rahmen finden Sie Schlagzeilen und Links zu ausgewählten Studien, welche wir in dieser Periode in LUDOK aufgenommen und per Newsletter versendet haben. Schlagzeilen früherer Newsletter finden Sie mit den nebenstehenden Links. Weitere Studien finden Sie mit der Datenbanksuche.

Aktuell

Schweiz: Die PM2.5-Belastung hat in den letzten 10 Jahren abgenommen. Das 1. August-Feuerwerk führt zu einem starken kurzfristigen Anstieg der Belastung.

Räumlich und zeitlich hochauflösende Modellierung der Feinstaubbelastung der Schweiz für die Jahre 2003 bis 2013. (de Hoogh et al.; 2017)

Europa: Über 4000 vorzeitige Todesfälle weniger, wenn die Dieselautos die Euroabgasnormen eingehalten hätten.

Gesundheitsfolgenabschätzung der Mehremissionen von NOx durch Dieselautos im Vergleich zu den erlaubten Emissionen oder vergleichbaren Emissionen von Benzin betriebenen Fahrzeugen in Europa. (Jonson et al.; 2017)

Europa: Über 11'500 vorzeitige Todesfälle weniger, wenn die Dieselautos die Euroabgasnormen 6 unter realen Bedingungen eingehalten hätten.

Gesundheitsfolgenabschätzung der Mehremissionen von NOx durch Dieselautos unter realen Bedingungen gegenüber den Zertifizierungstests unter Laborbedinungen auf der Welt. (Anenberg et al.; 2017)

Effekte tiefer Belastungungsniveaus

Kanada: Grosse Studie findet deutlich höhere Sterblichkeit mit der PM2.5-Belastung bei tiefer Belastung als bei hoher Belastung.

Registerbasierte Kohortenstudie zur Untersuchung, ob die Sterblichkeit allgemein und an spezifischen Erkrankungen mit der langfristigen Feinstaubbelastung zusammenhänge. (Pinault et al.; 2017)

Kanada: Die langfristige verkehrsbedingte Luftbelastung erhöhte das Demenzrisiko um 11% pro 27 µg NO2/m3.

Kanadische registerbasierte Kohortenstudie zur Untersuchung, ob Demenz mit der Luftbelastung zusammenhängen. (Chen et al.; 2017)

Geburtshilfliche Zielgrössen

Kanada: Die verkehrsbedingte Luftbelastung (NO2) erhöhte unabhängig von PM2.5 das Risiko für tieferes Geburtsgewicht.

Geburtsregisterstudie in Kanada zur Untersuchung, ob geburtshilfliche Zielgrössen mit der modellierten NO2-Belastung zusammenhängen. (Stieb et al.; 2016)

Übersicht: Das Risiko für Frühgeburten und Mangelgeburten ist mit der Feinstaubbelastung PM2.5 erhöht.

Zeitreihenanalyse mit der Methode der überkreuzten Fall-Kontrolltage in Australien zur Untersuchung, ob Frühgeburten mit der kurzfristigen Luftbelastung Tage vor dem Beginn der Wehen zusammenhängen. (Li et al.; 2016)

Welt: 18% der weltweiten Frühgeburten werden auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt.

Gesundheitsfolgenabschätzung der Feinstaub bedingten Frühgeburten weltweit. (Malley et al.; 2017)

Europa: Das Geburtsgewicht und die Menge an mitochondrialer DNS nahm in Abhängigkeit der NO2-Belastung ab.

Multizentrische europäische Kohortenstudie zur Untersuchung, ob das Geburtsgewicht mit der NO2-Belastung zusammenhängt und ob diese Beziehung durch die Menge an mitochondrialer DNA in der Plazenta vermittelt wird. (Clemente et al.; 2016)

Spanien: Eine verringerte Gewichtszunahme hing 1 Jahr nach Geburt mit der NO2-Belastung während der Schwangerschaft zusammen.

Geburtenkohortenstudie in Spanien zur Untersuchung, ob das Geburtsgewicht mit der NO2-Belastung zusammenhängt und ob diese Beziehung durch die Menge an mitochondrialer DNS in der Plazenta vermittelt wird. (Clemente et al.; 2017)

Herzinfarkt

Belgien: Herzinfarkte nehmen auch unter Einhaltung der europäischen Grenzwerte in Abhängigkeit der Feinstaub- und NO2-Belastung zu.

Zeitreihenstudie mit der Methode der überkreutzten Fall-Kontrolltage zur Untersuchung, ob Spitaleintritte und die Sterblichkeit wegen Herzinfarkten mit der kurzfristigen Schadstoffbelastung zusammenhänge. (Argacha et al.; 2016)

Übersicht: Kurzfristige Belastungsschwankungen von Feinstaub (PM10, PM2.5) und Ozon erhöhen das Risiko für einen Herzstillstand (ausserhalb eines Spitals).

Systematische Übersicht und Metaanalyse zur Untersuchung, ob das Risiko für einen Herzstillstand ausserhalb eines Spitals mit der kurzfristigen Luftschadstoffbelastung zusammenhänge. (Zhao et al.; 2017)