Eckenstein-Geigy-Stiftung fördert neue Professur mit 14 Millionen Franken

Mit insgesamt 14 Millionen Franken fördert die Eckenstein-Geigy-Stiftung eine neue Professur für ‚Epidemiologie und Haushaltsökonomie’. Die Professur der Universität Basel wird am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) angesiedelt. Mit der Professur entsteht am Life Science Standort Basel ein neues Forschungsprogramm zum Thema ‚Ge- sundheitsökonomie und menschlichem Verhalten’. 

Swiss TPH. Die Eckenstein-Geigy-Stiftung fördert
Vertragsunterzeichnung

Christian Heuss, 22.11.2015

Gesundheitssysteme sind komplex. Medizinische, ökonomische, soziokulturelle oder politische Faktoren beeinflussen u.a. die Gesundheit von Menschen und Gesellschaften. Unter dem stei- genden ökonomischen Druck verstärkt sich die Frage, wo Staaten ihren Hebel ansetzen, um die Gesundheit der Bevölkerung effizient zu verbessern.

Mit der grosszügigen Spende der Eckenstein-Geigy-Stiftung von 14 Millionen Franken verteilt über 10 Jahre soll dieser Themenbereich im Rahmen des Programms ‚Gesundheitsökonomie und menschlichem Verhalten’ vergleichend studiert werden. Die neue Professur in ‚Epidemiologie und Haushaltsökonomie’ verknüpft die Epidemiologie in einem interdisziplinären Ansatz mit der Ökonomie und den Sozialwissenschaften. Dabei werden neue quantitative Modelle und Konzepte entwickelt, mit dem Ziel Gesundheitssysteme zu stärken. Der Fokus richtet sich sowohl auf schwache Gesundheitssysteme des Südens, wie auch auf hochentwickelte Gesundheitssysteme in Ländern wie der Schweiz. Dank neuer wissenschaftlich validierter Konzepte und Modelle soll das Programm einen nachhaltigen Impuls zur Stärkung von Gesundheitssys- temen weltweit setzen.

Die Eckenstein-Geigy-Stiftung fördert nach der ‚Forschungsprofessur für Pädiatrische Pharmakologie’ am Universitätskinderspital bereits zum zweiten Mal eine Professur an der Universität Basel. Sie gehört damit zu den grössten Förderern des Hochschulplatzes Basel. «Die Stärkung des Hochschulstandorts Basel mit einer einzigartigen Professur ist ganz im Sinn der Stiftung», sagt der Stiftungsratspräsident Gabriel Eckenstein. «Der ganze Stiftungsrat war begeistert von der Idee zu dieser Professur.» Der Stiftung sind insbesondere die globalen Gesundheitsprobleme in einkommensschwachen Weltregionen ein zentrales Anliegen. Sie unterstützt das Swiss TPH und die Universität Basel über einen Zeitraum von 10 Jahren, um damit eine gewisse Nachhaltigkeit zu erreichen. 

Swiss TPH. Die Eckenstein-Geigy-Stiftung fördert
Tropeninstitut

«Dank der Eckenstein-Geigy-Stiftung kann die Universität Basel nun in einem Bereich der Life Sciences investieren, der für die Zukunft von zentraler Bedeutung ist », freut sich Prof. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel. «Dass die Spender ganz bewusst den interdisziplinären Ansatz der Forschung unterstützen zeigt, dass wir mit unserer Volluniversität in Basel die richtigen Voraussetzungen bieten, um die grossen Herausforderungen der Gesellschaft an- zupacken», so die Rektorin. 

Für den Basler Regierungsrat und Bildungsdirektor Christoph Eymann rundet die Eckenstein- Geigy-Stiftungsprofessur das Angebot des Swiss TPH perfekt ab. Mit der gemeinsamen Trägerschaft, die nun den beiden Parlamenten vorgelegt wird, wird die Grundlage geschaffen, dass die Professur nach der Anschubphase langfristig in das Swiss TPH integriert werden kann. «Namens der Regierung danke ich der Stiftung herzlich für dieses grosszügige und sorgfältig mit dem Swiss TPH abgestimmte Geschenk», sagt Regierungsrat Christoph Eymann.

«Mit dieser Stiftungsprofessur erhalten wir am Swiss TPH und der Universität Basel die Chance, einen innovativen und zukunftsträchtigen Forschungs- und Umsetzungsbereich aufzubauen», sagt Prof. Marcel Tanner. Als ehemaliger Direktor des Swiss TPH konnte er diese Initiative zusammen mit der Eckenstein-Geigy-Stiftung lancieren. «Wir sind der Eckenstein-Geigy- Stiftung unendlich dankbar für ihre grosszügige Donation, mit dem Ziel Gesundheitssysteme zu stärken.»

Die Eckenstein-Geigy-Professur wird über ein ordentliches Berufungsverfahren an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel mit internationaler Ausschreibung erfolgen. Die Besetzung soll in der ersten Hälfte 2016 stattfinden. 

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