Tigermücke in der Oberrheinregion: Symposium am 13. November 2020

11.09.2020

Das Swiss TPH veranstaltet am 13. November 2020 ein Symposium in Basel, um die aktuelle Situation bezüglich der Ausbreitung der asiatischen Tigermücke im Oberrheintal zu präsentieren. Das Symposium wird die Ergebnisse und Auswirkungen des TIGER-Projekts zusammenfassen, das vor drei Jahren lanciert wurde mit dem Ziel, die Ausbreitung der invasiven Tigermücke zu überwachen und einzugrenzen.

Die asiatische Tigermücke breitet sich im Oberrheintal in der Schweiz, Deutschland und Frankreich aus. (Foto: Nicolas Henon, TIGER, Interreg V Oberrhein)

Im Oberrheintal in der Schweiz, Deutschland und Frankreich breiten sich derzeit mehrere invasive Mückenarten aus, allen voran die asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Die Stechmücke ist ein Überträger von Krankheiten wie Dengue, Chikungunya und Zika. Die Tigermücke ist besonders lästig, da sie sich gut an die städtische Umgebung angepasst hat und tagsüber sticht.

Die Ausbreitung der asiatischen Tigermücke betrifft alle drei Länder in der Oberrheinregion, was eine gemeinsame trinationale Reaktion erfordert. Das von der EU finanzierte Projekt TIGER (Tri-national Initiative Group of Entomology in Upper Rhine Valley) wurde 2018 ins Leben gerufen und vereint Fachwissen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich. Das Projekt unterstützt Behörden und öffentliche Institutionen bei ihren Bemühungen, gegen die invasive Mückenart vorzugehen. Konkret bewertet TIGER die Risiken, die von der asiatischen Tigermücke in der Region ausgehen, und gibt Empfehlungen für ihre Eindämmung ab. Das Projekt unterhält auch ein Netz von Fallen zur Überwachung der Präsenz und Ausbreitung der Mückenart und unterstützt die Behörden bei der Durchführung von Präventivmassnahmen. Darüber hinaus bietet TIGER eine Plattform, auf der die Bevölkerung verdächtige Moskitos melden kann.

Symposium zum Ende des Projekts

Das Swiss TPH organisiert am 13. November 2020 das Abschlusssymposium des dreijährigen Projekts in Basel. Das Projektteam, externe Expertinnen und Experten, Politikerinnen und Politiker sowie Behörden werden die aktuelle Situation im Oberrheintal präsentieren und Forschungsergebnisse und Initiativen aus anderen Regionen diskutieren. Die Veranstaltung findet sowohl physisch im Hotel Odelya (begrenzt auf 60 Teilnehmer) als auch virtuell per Live-Streaming statt. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Französisch.

TIGER-Projektpartner

Das TIGER-Projekt wird von der EU finanziert und bringt Expertise aus allen drei Ländern zusammen: Das Institut für Parasitologie und Tropische Krankheiten in Strasbourg (IPPTS), das Syndicat mixte de Lutte contre les Moustiques du Bas-Rhin (SLM67), Mabritec SA, die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS), die Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung (GFS) und das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH). 

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