Berichte zu spezifischen Luftschadstoffen

Health effects of ultrafine particles - systematic literature search

Systematisch Übersichtsarbeit zu den gesundheitlichen Effekten von Ultrafeinstaub. Diese Literaturrecherche beleuchtet die wissenschaftliche Evidenz ab 2011 und aktualisiert damit die Übersicht des Health Effects Institute.

Integrated Science Assessment (ISA) für Feinstäube

Die Umweltbehörde der USA hat ihren ersten Entwurf des neuen Integrated Science Assessments zu Feinstäuben veröffentlicht. In diesem sehr ausführlichen und systematischen Bericht wird die wissenschaftliche Evidenzlage für den Zusammenhang zwischen den krankheitsspezifischen Gesundheitsfolgen, sowie den entstehenden Kosten und der Feinstaubbelastung PM10, PM2.5 sowie ultrafeine Partikel analysiert und bewertet. Erwähnenswert ist die als möglicherweise kausal eingestufte Beziehung der langfristigen Wirkung von PM2.5 und ultrafeinen Partikeln auf das Nervensystem. Diese Beurteilung erfolgte nur aufgrund von toxikologischen, nicht aber epidemiologischen Studien.

COMEAP: Bericht zu den Folgen der NO2-Belastung auf die Sterblichkeit

Die englische Kommission für die Beurteilung der medizinischen Wirkungen der Luftbelastung (COMEAP) beurteilt in ihrem aktuellen Bericht den Zusammenhang der langfristigen NO2-Belastung auf die Sterblichkeit. Aufgrund von unüberbrückbarer Differenzen innerhalb des Gremiums bezüglich der Kausalität des Zusammenhangs gibt es praktisch zwei Berichtsteile. Die Mehrheit des Gremiums hat sich aber unter Berücksichtigung der vielen Unsicherheiten für die Berechnung von Gesundheitsfolgen durch die NO2-Belastung ausgesprochen.

Quantifizierung von umweltbedingten Krankheitslasten aufgrund der Stickstoffdioxid-Exposition in Deutschland. (2018)

Ausführlicher Bericht des Helmholtz Zentrum München im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts zur Quantifizierung der Gesundheitsfolgen der NO2-Belastung in Deutschland für die Jahre 2007-2014.
Die bevölkerungsgewichtete (Hintergrund-)Belastung mit NO2 wurde deutschlandweit mit einem Modell berechnet. Die Evidenz für mögliche Gesundheitsfolgen wurde mittels systematischer Analyse der aktuellen wissenschaftlichen Literatur (Review) beurteilt. Aus Studien, die für die Verhältnisse in Deutschland übertragbar sind, wurden Belastungs-Wirkungsbeziehungen berechnet. Die stärkste Evidenz sehen die Autorinnen für die Sterblichkeit an Herz-/Kreislaufkrankheiten und berechnen 5‘966 (2031-9‘893) attributable vorzeitige Todesfälle für das Jahr 2014. Sensitivitätsanalyse mit weiteren gesundheitlichen Zielgrössen und Modellregionen mit feinerer Auflösung weisen darauf hin, dass die Schätzungen sehr konservativ sind (vgl. LUDOK-Datenbankeintrag ID 9199).

Kurzexpertise zu den gesundheitlichen Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen - ein Update

Die Dokumentationsstelle LUDOK am Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut hat im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) die Erkenntnisse aus epidemiologischen Studien zu den Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen im Mai 2015 zusammengefasst. Im Rahmen einer Kampagne für bessere Luft von Greenpeace wurde in deren Auftrag ein Update in Form einer Kurzexpertise verfasst.

Akademie der Wissenschaften Schweiz: Factsheet Ozon und Sommersmog - Klimawandel gefährdet heutige Erfolge

Die Schweizerische Kommission für Atmosphärenchemie und -physik der Akademie der Naturwissenschaften gibt in diesem Factsheet einen Überblick zur Ozonentstehung, der Entwicklung der Ozonbelastung in der Schweiz und beleuchtet die Rolle, welche der Ferntransport und der Klimawandel auf die Belastung mit bodennahem Ozon haben. Schliesslich gibt sie Empfehlungen zur Verringerung der zukünftigen Sommersmogbelastung ab.

Gesundheitliche Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen: Synthese der neueren Literatur auf Grundlage des WHO REVIHAAP-Berichts.

Die Dokumentationsstelle LUDOK am Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut hat im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) die Erkenntnisse aus epidemiologischen Studien zu den Wirkungen der NO2-Belastung auf den Menschen zusammengefasst.

Feinstaub in der Schweiz 2013 / Les poussieres fines en Suisse 2013.

Bericht der eidgenössischen Kommission für Lufthygiene EKL zum Feinstaub in der Schweiz. Die EKL hat sieben Jahre nach ihrem letzten Feinstaubbericht die Lage in der Schweiz und deren Auswirkungen auf die Gesundheit erneut untersucht und bewertet. Sie empfiehlt, einen zusätzlichen Immissionsgrenzwert für die kleineren Feinstaubpartikel, PM2.5, und ein verbindliches Reduktionsziel für den krebserregenden Russ in der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) zu verankern. Herausgeber: EKL, Bern, 2013

Medienmitteilung