Internationale Zusammenarbeit und globale Gesundheit (IZGG)

International cooperation and global health students talking to each other

International und interkulturell tätige Berufsgruppen sehen sich in einer globalisierten Welt mit komplexen und vielschichtigen Herausforderungen konfrontiert. Das Leben und Arbeiten in Ländern mit extremer Mittelknappheit erfordert seit jeher ein tieferes Verständnis für die unterschiedlichen Akteure und situativen Gegebenheiten. Aber auch in der Schweiz und in Europa bedarf der multikulturelle Kontext einer tieferen Auseinandersetzung mit globalen Gegebenheiten.

Der Certificate of Advanced Studies Internationale Zusammenarbeit und globale Gesundheit (CAS IZGG) ist ein 8-wöchiger, ganztägiger Kurs. Er richtet sich an Fachkräfte aus allen Bereichen des Gesundheitswesens und an Interessierte aus anderen Berufsgruppen, die sich auf eine Tätigkeit im Ausland vorbereiten oder sich in ihrer täglichen Arbeit mit interkultureller Kommunikation, Migration und Gesundheit im globalen Kontext auseinandersetzen. Der Kurs ist von der Universität Basel akkreditiert. Ein erfolgreicher Abschluss aller Module wird mit einem Certificate of Advanced Studies (CAS) ausgezeichnet.

Der Kurs besteht aus zwei Modulen (Internationale Zusammenarbeit und Globale Gesundheit, jeweils 4 Wochen), die unabhängig voneinander belegt werden können. Es besteht auch die Möglichkeit, die Module in 2-wöchigen Blockkursen (Vernetzte Welt, Internationaler Kontext, Geographische Medizin und Gesundheitsinterventionen) zu absolvieren. Für eine gute Vorbereitung auf einen Einsatz in der internationalen Zusammenarbeit wird der Besuch beider Module empfohlen. Wer keinen CAS IZGG-Abschluss anstrebt, kann auch einzelne Module oder Teilmodule besuchen.

Auf einen Blick

Der CAS IZGG ist eine ideale Vorbereitung für internationale Einsätze bei nationalen oder internationalen Organisationen und eine gute Basis für die Auseinandersetzung mit Fragen von Migration und Gesundheit in der Schweiz/Europa. Im ersten Modul (4 Wochen) unter dem Oberbegriff Internationale Zusammenarbeit werden die Grundlagen der soziokulturellen, kulturgeographischen und ökologischen Zusammenhänge im globalen Kontext vermittelt. Im zweiten Modul (Global Health) werden ein breites Spektrum von Krankheiten sowie Interventionen zur Verbesserung der Gesundheit von Individuen und Populationen in verschiedenen Regionen und in unterschiedlichen Gesundheits- und Sozialsystemkontexten detailliert und anschaulich dargestellt.

Die Unterrichtssprache des Kurses ist Deutsch, was nicht ausschliesst, dass einzelne Inhalte (z.B. Texte oder Videos) auch englischsprachig sind. Englischkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung.
 

Modul A: Internationale Zusammenarbeit

Modul B: Globale Gesundheit

Teilmodul A1: Vernetzte Welt Teilmodul B1: Geographische Medizin
  • Kultur-Religion-Gesellschaft
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Konzepte und Strategien der Entwicklungszusammenarbeit
  • Migration im globalen Kontext
  • Wirtschafts- und politgeographische Aspekte
  • Arbeiten in der internationalen Zusammenarbeit
  • Krankheiten in verschiedenen Endemiegebieten
  • Tropenmedizinische Parasitologie mit Labordemonstrationen
  • Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken
  • Mentale Gesundheit
  • Gesundheit von Migrant*innen
  • Reisemedizin
Teilmodul A2: Internationaler Kontext Teilmodul B2: Gesundheitsinterventionen
  • Geographisches Spektrum der Tropen und Subtropen
  • Agrikultur, Nutztierhaltung und Ernährung im globalen Süden
  • Wasserversorgung, Fäkalienentsorgung und ‘food safety’ in Ländern mit begrenzten Ressourcen
  • Erneuerbare Energien und angepasste Technologien
  • Interkulturelle Kompetenz in der internationalen Zusammenarbeit
  • Reisevorbereitungen und vorbeugende Massnahmen während eines Einsatzes
  • Unter- und Mangelernährung                                                         
  • Interventionen zur Verbesserung der Gesundheit von Individuen und Populationen in verschiedenen Endemiegebieten
  • Gesundheit von Kindern in Ländern mit begrenzten Ressourcen
  • Vektorkontrolle und Medikamentenentwicklung
  • Gesundheitssysteme und integrierte Gesundheitsansätze
  • Soziologie von Gesundheit und Krankheit
  • Gesundheitsverträglichkeitsprüfung

“Das Interesse an anderen Kulturen, meine stete Neugier und der Wunsch, an einem Projekt im Ausland mitzuwirken, waren der Antrieb, mich nach einer geeigneten Weiterbildung umzusehen. Rückblickend muss ich sagen, ich hätte keine bessere Wahl treffen können als den Besuch des IZGGs. Das Spektrum der im Unterricht behandelten Themen ist sehr breit und vermittelt einen guten Überblick der Zusammenhänge.”

Xandaira Straub

diplomierte Pflegefachfrau HF Kantonsspital Luzern

“Durch den CAS IZGG konnte ich mein Verständnis für soziokulturelle Zusammenhänge vertiefen. Im beruflichen Alltag betreue ich zunehmend Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, die sich in ihrer Lebensweise und im Umgang mit Krankheit voneinander unterscheiden. Durch die vermittelten Inhalte kann ich manches Verhalten besser einordnen. Wenn ich den Kontext verstehe, bewirke ich auch mehr im gesundheitlichen Bereich. Den CAS empfehle ich allen wärmstens.”

Rosaria Mazzillo

diplomierte Pflegefachfrau HF im Spital Limmattal

Der Kurs richtet sich an Fachkräfte aus allen Gesundheitsbereichen (Pflege, Medizin, Gesundheitsförderung, Prävention etc.) und Interessierte aus anderen Berufsgruppen, die sich auf einen Auslandseinsatz vorbereiten oder in ihrem Alltag mit interkultureller Kommunikation, Migration und globaler Gesundheit konfrontiert sind.

 

Das Zertifikat CAS Internationale Zusammenarbeit und globale Gesundheit wird an die Teilnehmer*innen abgegeben, welche den Kurs vollumfänglich absolviert und alle vier Teilprüfungen bestanden haben.

Teilnehmende, die nur einzelne Kursmodule besuchen oder die Prüfung nicht absolvieren, erhalten eine Teilnahmebestätigung des Swiss TPH.

Für eine gute Vorbereitung auf einen Einsatz in der internationalen Zusammenarbeit wird der Besuch aller Module empfohlen. Alle Module des CAS IZGG können einzeln und unabhängig voneinander besucht werden.
 

Für die Zulassung zum Kurs werden ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie zwei Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt.

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung sowie die Rechnung der Kursgebühren.
 

Gesamter Kurs (8 Wochen): CHF 5,200
Belegung eines Modules (A oder B, 4 Wochen): CHF 2,650
Belegung eines einzelnen Teilmodules (A1, A2, B1 oder B2, 2 Wochen): CHF 1,400

Die Kursgebühren müssen bis spätestens 4 Wochen vor Kursbeginn überwiesen sein. Erfolgt eine Abmeldung später als 4 Wochen vor Kursbeginn, wird eine Gebühr von CHF 500 erhoben.

Versicherung ist Sache der Teilnehmenden. Bei zu wenigen Anmeldungen kann der Kurs bis 4 Wochen vor Kursbeginn abgesagt werden. Das Swiss TPH übernimmt keine Haftung für anfallende Kosten, z.B. für Reise oder Unterkunft.