Aurel Holzschuh erhält Ambizione-Beitrag des SNF zur Malariaforschung

27.08.2026

Der Swiss TPH-Postdoktorand Aurel Holzschuh wurde mit einem Ambizione-Beitrag des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ausgezeichnet. In seinem Projekt untersucht er, wie sich Malariaparasiten mit partieller Artemisinin-Resistenz in Tansania halten und ausbreiten. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, der wachsenden Bedrohung durch Resistenzen gegen Malariamedikamente in Afrika zu begegnen.

Malaria stellt in Afrika südlich der Sahara nach wie vor eine grosse Belastung für die öffentliche Gesundheit dar. Artemisinin-basierte Kombinationstherapien sind derzeit die wichtigste Behandlung gegen Malaria, die durch Plasmodium falciparum verursacht wird – den gefährlichsten Malariaparasiten. In Ostafrika, unter anderem in Tansania, treten jedoch zunehmend Parasiten mit Mutationen auf, die mit einer partiellen Artemisinin-Resistenz einhergehen. Sollten sich diese Parasiten weiter ausbreiten und zusätzlich Resistenzen gegen die Partnerwirkstoffe des Artemisinins entstehen, könnten die heutigen Malariabehandlungen an Wirksamkeit verlieren.

“Mit dem Ambizione-Projekt des SNF wollen wir über den reinen Nachweis von Resistenzen hinausgehen und besser verstehen, wie sich Malariaparasiten mit partieller Artemisinin-Resistenz halten, ausbreiten und übertragen werden. Dieses Wissen ist entscheidend, um die Entwicklung von Resistenzen vorherzusehen und wirksamere Überwachungs- und Bekämpfungsstrategien zu entwickeln," sagte Holzschuh.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Ifakara Health Institute (IHI) und dem National Institute for Medical Research (NIMR) in Tansania durchgeführt und verbindet genomische und epidemiologische Daten mit Einzelzell-Transkriptomik – einer Methode, mit der sich die Genaktivität in einzelnen Parasitenzellen aus natürlichen Malariainfektionen untersuchen lässt. Das Projekt nutzt die bestehende Malaria-Überwachung in Tansania, um die Verbreitung resistenter Parasitenlinien zwischen Regionen und ihr Überdauern im Menschen zu untersuchen. Zugleich prüft es, ob sich diese Linien biologisch von nicht resistenten Parasiten unterscheiden und ob solche Unterschiede die Übertragung beeinflusst. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Überwachungs- und Reaktionsstrategien zu stärken und letztlich die Ausbreitung und die Folgen von Malaria mit partieller Artemisinin-Resistenz in Afrika einzudämmen.

 

Für Medienanfragen wenden Sie sich bitte an: communicationsswisstph.ch

Abonnieren Sie unseren Newsletter mit Updates zu Forschung, Projekten, Weiterbildung, Jobs und Veranstaltungen.